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Mundschutz im Auto: Wo die Maske Pflicht ist

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Das Tragen eines Mundschutzes ist deutschlandweit in Bus, Bahn und Geschäften Pflicht. Auch bei Autofahrten kann die Maske mancherorts und unter bestimmten Umständen vorgeschrieben sein.

  • Update: Maskenpflicht im Auto in Landkreisen mit hoher Inzidenz

  • Berlin, Hamburg, Saarland und Sachsen schreiben Mundschutz im Auto generell vor

  • Sind die Gesichtszüge durch Mundschutz nicht erkennbar, droht Bußgeld

  • Brillenträger: Beschlagene Gläser gefährden Sicht und Sicherheit

In ganz Deutschland müssen die Menschen einen Mund- und Nasen-Schutz (medizinische oder FFP2-Maske) tragen, wenn sie Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel oder öffentliche Gebäude betreten.

Mundschutz kann in privaten Pkw Pflicht werden

Das Tragen eines Mundschutzes bei Autofahrten mit einer haushaltsfremden Person ist ratsam, aber nicht grundsätzlich und überall vorgeschrieben: In Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 kann künftig das Tragen medizinischer Masken von Mitfahrern in privaten Pkw zur Pflicht gemacht werden.

Berlin, Hamburg, das Saarland und Sachsen schreiben eine Maskenpflicht im Auto generell vor: Erforderlich ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz. Hier gilt: Ausgenommen sind der Fahrer und bei Fahrten im privaten Pkw die Mitglieder des eigenen Haushalts.

Im praktischen Fahrschulunterricht und bei praktischen Fahrprüfungen ist deutschlandweit ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Laut einer aktuellen Umfrage von Autoscout24 befürwortet rund die Hälfte der Autofahrer eine Maskenpflicht im Fahrzeug.

Maske im Auto richtig und sicher aufbewahren

Viele Autofahrer wollen ihren Mund-Nasen-Schutz griffbereit haben und hängen ihn während der Fahrt an den Rückspiegel. Das ist allerdings kein guter Ort, da die Gesichtsmaske dort die Sicht beeinträchtigt.

Außerdem gewöhnt sich das Gehirn an das Dauerpendeln im Sichtfeld, der Fahrer kann weniger schnell auf Fußgänger oder Radfahrer reagieren. Besser ist es, die Maske mit der Innenseite nach oben in eine mitgebrachte Plastikschale zu legen, die man zu Hause ausspült.

ADAC: Gesicht muss trotz Maske erkennbar bleiben

ADAC Juristen weisen darauf hin: Wer sich mit einem Mundschutz hinter das Lenkrad eines Kraftfahrzeugs begibt, muss darauf achten, dass die ausschlaggebenden Gesichtszüge im Wesentlichen weiterhin auszumachen sind.

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes verdeckt zwar Nasen- und Mundpartie, lässt aber die Augen noch erkennen. Dies dürfte in der Regel ausreichend sein, um die Identität feststellen zu können. Bei einem Mundschutz aus Gesundheitsgründen soll vorübergehend aus Opportunitätsgründen von einer Ahndung abgesehen werden. Das ist jedoch alles eine Einzelfallentscheidung und steht letztendlich im Ermessen des Polizeibeamten.

Wenn im Fahrzeug keine Ansteckungsgefahr droht, darf kein Mundschutz getragen werden.
Wird mit einem Mundschutz eine Ordnungswidrigkeit begangen, läuft das normale Bußgeldverfahren durch.

Kann der Fahrer nicht ermittelt werden, droht dem Halter eine Fahrtenbuchauflage. Die Regelung des Gesetzes kann nicht einfach aufgehoben werden. Die Bußgeldbehörden handhaben das zur Zeit jedoch großzügiger, wodurch von der einen oder anderen Ahndung abgesehen wird, insbesondere bei gewerblichen Fahrten (Taxis).

Brille und Mundschutz im Auto: Das muss man beachten

Darüber hinaus sollten Brillenträger beachten, dass je nach Beschaffenheit des Mundschutzes beim Tragen die Brillengläser beschlagen können. Die Masken dürfen auf keinen Fall die Sicht beeinträchtigen.

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